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Kapfee

Kapfee ist ein Projekt mit dem Hersteller EMSA. Der Versuch war es, den Produktkatalog mit dem „Internet der Dinge“ zu bereichern und zu erweitern.

Das Internet der Dinge findet überall Einzug in unser Leben. Ob es der smarte Kühlschrank ist, oder eine Zahnbürste mit Putzüberwachung: die Erweiterung gewöhnlicher Alltagsgegenstände durch eine smarte Komponente ist ganz klar der Trend der Zukunft. Ob diese immer sinnvoll oder nutzbringend sind, ist eine ganz andere Sache. In einem zweiwöchigen Projekt mit dem weltweit operierenden Hersteller für Haushaltsgegenstände EMSA sollten erste Konzepte für intelligente Produkte entwickelt werden. Zu Beginn versuchten wir eine Problematik zu konkretisieren, welche wir mit unserem Objekt beseitigen könnten oder zu welchem wir so kritische Denkanstöße liefern könnten. Als regelmäßige Kaffeetrinker fiel unser Blick schnell auf das Problem mit diversen Franchise-Ketten, welche dieses oft lebensrettende Getränk zu utopischen Preisen an den Mann bringen. Kapfee ist das Konzept für einen vernetzten Kaffeebecher, welcher dem Nutzer eine Übersicht über seinen Kaffeekonsum bereitstellt und Ihn dazu ermutigt, sich Kaffee von zuhause mitzunehmen, anstatt überteuerten Markenkaffee bei verschiedensten Handelsketten zu kaufen. Jedes mal, wenn der Nutzer einen Schluck Kaffee aus dem Becher nimmt, wird durch einen Füllstandsmesser die getrunkene Menge errechnet und abgespeichert. Über die Google Maps API wird anschließend die nächstgelegene Franchise-Kette herausgesucht und errechnet, was der Schluck bei einem Markenkaffee gekostet hätte. So bekommt der Nutzer einen Überblick über die Summe, welche er sich mit eigenem Kaffee erspart hat. Von der ersparten Summe wird ein frei einstellbarer Prozentanteil auf ein externes Kapfee-Konto überwiesen, und dem Nutzer als Guthaben zur Verfügung gestellt. In der zugehörigen App kann er dieses über ein Glücksrat wieder reinvestieren, um sich beispielsweise bei Amazon ein 10kg-Paket neuen Kaffees zu bestellen, ein Google-Advertisment gegen Franchise-Ketten schaltet oder via Amazon Mechanical Turk jemanden dafür bezahlt, dass er eine Stunde lang vor einer Filiale gegen Kürbis-Kakao-Karamel-Frapochino-Latte mit doppelt Sahne und bunten Streuseln zum günstigen preis von 25.99€ zu demonstrieren. Kapfee sollte nicht nur einen kleinen Nutzen erfüllen, sondern dem Nutzer auch die Möglichkeit bieten, selbst seine Stimme zu erheben.

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