IxD LAB

SMAP

Dieses Project ist ein Vorstoß ins Critical Design und behandelt die gehemmte Kommunikation der modernen Gesellschaft auf eine lustige Art und Weise.

Wearables sind Schnickschnack, oder?

Diese nüchterne Disposition führte in der Ideenfindung zu einem vollkommen anderen Ansatz. Das Ziel dieses Projekts sollte es nicht sein, ein Wearable zu entwickeln, das sich einer der beiden oben genannten Kategorien unterordnen würde. Vielmehr sollte eine Kritik am Wearable als Statussymbol geübt werden. Kritik an unnützem Konsum und einem Überschuss an Ablenkungen, die die menschliche Interaktion zu einem lästigen Hürdenlauf machen.

Das System „Save My Ass, Please!“ ist ein Hybrid aus Product- und Critical Design. Es soll dem Benutzer nicht nur einen praktischen Mehrwert bieten, sondern ihn gleichzeitig mahnen und erziehen. Vordergründig ist der kurze Blick auf das „SMAP-WRAP“ ein Notfallsignal, das den Benutzer aus einem unangenehmen Gespräch rettet. Dabei ist der Benutzer sich darüber im Klaren, das ihn jeder Notruf bares Geld kostet.

Über die Einbindung des Amazon-Dienstes Mechanical Turk inseriert die zugehörige App einen Mini-Arbeitsauftrag. Ein Anruf unter der Nummer des SMAP-Users bringt dem Auftragnehmer einen kleinen Geldbetrag ein. Schon die „diskrete“ Aktivierung des Vorgangs ist ein deutliches Signal in Richtung Gesprächspartner, aber auch eine Aufforderung an den Benutzer sich klar auszudrücken.

Darüber hinaus nimmt dieser es scheinbar gerne in Kauf, Geld zu bezahlen, um sich einer anspruchsvolleren Situation des sozialen Miteinanders zu entziehen. Ist das Kommunikation im Kommunikationszeitalter?

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